Museen in Berlin - Kleine Übersicht
(erhebt nicht den Anspruch der Vollständigkeit und stellt auch keine Wertung dar)

Mit der 3-Tage-Karte "SchauLUST-MuseenBERLIN" können Sie für 10,- / ermäßigt 5,- EURO an drei aufeinander folgenden Öffnungstagen über 50 Berliner Museen und Sammlungen besuchen, darunter die weltberühmten Häuser der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz - mit dem Pergamonmuseum, dem Ägyptischen Museum, der Gemäldegalerie und anderen. Weiter die Museen der Stiftung Stadtmuseum Berlin, das Deutsche Technikmuseum, das Brücke-Museum und viele andere mehr.
 

1. Checkpoint Charlie
Das Haus am Checkpoint Charlie zeigt heute eine fast unüberschaubare Vielzahl an Exponaten, an originalen Hilfsmitteln, die Menschen zu ihrer Flucht aus der DDR gebrauchten. Man muss das winzige Auto gesehen haben, dessen Kofferraum an der Grenze nicht kontrolliert wurde, weil sich kein Grenzler vorstellen konnte, dass sich darin jemand verstecken konnte. Oder die beiden aufgeschnittenen und zusammen geschobenen Koffer, in denen ebenfalls jemand flüchtete. Einer der beeindruckendsten Exponate ist sicher das Selbstschuss-Gerät, mit dem die DDR ihre Grenze nach Westdeutschland schloss.

2. Museum für Post- und Kommunikation "Entdecken die Welt der Kommunikation"
Während der eindrucksvolle, wilhelminische Bau an die Gründungszeiten im 19. Jahrhundert erinnert, ist beim Eintritt ins Museum schnell klar, dass es um mehr geht als um die Vergangenheit: Das Museum für Kommunikation Berlin bringt Vergangenheit und Zukunft unter ein Dach! Deutlich wird dies, wenn die Museumsgäste sich als erstes drei Robotern gegenüber sehen. Die Roboter begrüßen nicht nur die Besucher Sie geben auch Tipps zur Ausstellung. Dazu gehören der ins All gereiste "Kosmos-Stempel", Fernsehröhren aus der Zeit vor der Fernseh-Ära, die ersten Telefonapparate von Philip Reis und die berühmteste Briefmarke der Welt, die Blaue Mauritius.

3. Ägytisches Museum
Das Ägyptische Museum befindet sich im östlichen Stülerbau (gegenüber Charlottenburger Schloß) und zeigt die Kunst des alten Ägypten aus den königlichen Kunstsammlungen mit dem Schwerpunkt des Zeitalters der Königin Nofretete. Ausgestellt sind neben Portraits u.a. Ausgrabungsfunde aus der Königsresidenz "Tell el Armana", das große "Tempeltor von Kalabsha" (ca. 20 v.Chr.) und verschiedene Gebrauchsgegenstände. Besonders sehenswert sind die berühmten Büsten Nofretetes (farbiger Kalkstein) und König Echnatons (ca. 1350-1325 v.Chr.). Das Ägyptische Museum mit der Papyrussammlung wird voraussichtlich 2005 mit dem fertiggestellten Wiederaufbau des Neuen Museums an seinen historischen Standort auf die Museumsinsel zurückkehren.

4. Hanf-Museum
Das Hanf Museum ist in der Bundesrepublik das einzige seiner Art und neben denen in Bologna und Amsterdam das dritte weltweit. Im Herzen Berlins, im Nikolaiviertel, können sich die interessierten BesucherInnen ein umfassendes Bild über die alte Kulturpflanze machen. Beginnend mit einer allgemeinen Vorstellung wird neben dem Wachstum und dem Anbau, die Ernte und die Vorverarbeitung aus historischer Sicht beschrieben. Weiter geht es mit den einzelnen Nutzungsmöglichkeiten: Dämm- und Isolierstoffe, Fasergewinnung und Textilherstellung Zellulosenutzug und Papierherstellung, Samennutzung sowie medizinische Möglichkeiten Exemplarisch für Berlin steht Wolfgang Neuss, der Vielen nicht nur als Nachkriegskabarettist, sondern auch als genialer Freigeist, bissiger Querdenker und überzeugter Kiffer bekannt ist.

5. Story of Berlin
The Story of Berlin ist eine weltweit einzigartige Ausstellung, die im Sommer 1999 eröffnet wurde. Unmittelbar am Kudamm gelegen bietet sie auf rund 6.000 Quadratmetern Fläche und vier Geschossen spannende Inszenierungen und vielfältige Informationen zur Geschichte der Stadt. Kurze prägnante Texten und eindringliche Bilder vermitteln die Geschichte Berlins auf leicht verständliche und unterhaltsame Weise. Die emotionale und die menschliche Seite, Geschichten und Anekdoten sind wesentliche Momente dieser einzigartigen Ausstellung. Moderne Multimedia-Technik, packende Inszenierungen und vielstimmige Bilderwelten spiegeln den steten Wandel und damit eine der Faszinationen Berlins wider.

6. Pergamonmuseum
Beherbergt drei Sammlungen: Antiksammlung, Museum für Islamische Kunst, Vorderasiatisches Museum Antiksammlung im Pergamonmuseum Hauptanziehungspunkt ist der Pergamonaltar (2. Jahrhundert v.Chr.). Im südlich anschließenden Saal ist das Markttor von Milet zu sehen, ein Glanzstück römischer Architektur. Von dort kann man weitergehen zum Vorderasiatischen Museum. Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum Das Museum beherbergt die Fassade eines omayadischen Wüstenschlosses (8. Jahrhundert, Jordanien), das Aleppo-Zimmer (17. Jahrhundert, Syrien) und weitere Objekte der Kunst und des Kunstgewerbes der islamischen Welt vom 8.-19. Jahrhundert. Vorderasiatisches Museum im Pergamonmuseum Die Funde deutscher Ausgrabungen zwischen 1888 und 1939 dokumentieren die Geschichte, Kunst und Kultur Vorderasiens über 6.000 Jahre. Zu den bedeutendsten Objekten der Bestände gehören das Ischtar-Tor und die Prozessionsstraße aus dem Babylon des 6. Jahrhunderts v. Chr., die Rekonstruktion eines assyrischen Palastraumes aus Assur und Wandreliefs sowie eine Thronsaalfassade aus dem babylonischen Königspalast zur Zeit Nebukadnezars II. (604-562 v. Chr.).

7. Deutsches Technik Museum
größtes deutsches Technik- und Verkehrsmuseum, im SPECTRUM werden an 200 Experimenten naturwissen-schaftliche Grundlagen und physikalische Gesetze erklärt, der Naturpark stellt regenerierbare Energien vor 1-stündige Führung zum Thema "Industrielle Revolution" anschließend Besuch des SPECTRUMS und des Naturparkes möglich

8. Stasi - Museum Die Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße
befindet sich im Haus 1 des Stasi-Komplexes in Berlin-Lichtenberg, dem ehemaligen Amtssitz Erich Mielkes. Der im Sommer 1990 von Mitgliedern des Bürger-komitees und Bürgerrechtlern gegründete Verein "Anti-Stalinistische Aktion Berlin-Normannenstraße" (ASTAK) ist Träger dieser Institution. Mittelpunkt der Ausstellung sind die im Originalzustand erhaltenen Amts- und Arbeitsräume Erich Mielkes, des letzten Ministers für Staatssicherheit. Dazu kommen Ausstellungsteile zu unterschiedlichen Aspekten des politischen Systems der DDR, der Tätigkeit des Ministeriums für Staatssicherheit und zu Widerstand und Opposition in der DDR.

9. Topographie des Terrors
Die Ausstellung "Topographie des Terrors" am historischen "Ort der Täter", dem eigentlichen Regierungsviertel des nationalsozialistischen SS- und Polizeistaates des Dritten Reiches, informiert in einer Open-Air-Präsentation anhand von Informations- und Bildtafeln über die einzelnen Gebäude und ihre Funktion in der NS-Zeit. Hier, auf dem Gelände zwischen Prinz-Albrecht-Straße, Wilhelmstraße und Anhalter Straße saßen die zentralen Einricht-ungen des nationalsozialistischen Verfolgungs- und Terrorapparates, das Geheime Staatspolizeiamt, der Sitz der Reichsführung SS, der Sicherheitsdienst der SS sowie ab 1939 das neugegründete Reichssicherheitshauptamt. Hier fielen die grundlegenden Entscheidungen über die Verfolgung und Vernichtung der politischen Gegner, wurde der Völkermord an den europäischen Juden sowie Terror und Mord während des Dritten Reiches geplant. Luftangriffe gegen Ende des Zweiten Weltkrieges beschädigten die Gebäude stark, zum Teil wurden sie völlig zerstört. Wenige Jahre später war keines der früheren Dienstgebäude mehr erhalten.

10. Hamburger Bahnhof
Auf einer Ausstellungsfläche von rund 10.000 Quadratmetern wird Kunst ab der zweiten Jahrhunderthälfte gezeigt. Grundstock der Sammlung Marx bilden Werke von weltbekannten Künstlern wie Andy Warhol, Cy Twombly, Robert Rauschenberg, Roy Lichtenstein, Anselm Kiefer und Joseph Beuys. Darüber hinaus gehören über 450 Zeichnungen von Joseph Beuys und nahezu 60 Blätter von Andy Warhol zu den Beständen. Das gesamte Erdgeschoß im westlichen Ehrenhofflügel ist Arbeiten von Joseph Beuys gewidmet. Darunter befinden sich bekannte Installationen wie "Das Ende des 20. Jahrhunderts", 1982/83, "Unschlitt/Tallow", 1977, und die aus 100 Holztafeln bestehende Arbeit "Richtkräfte", 1974/77.

11. Naturkunde Museum
Das Berliner Museum für Naturkunde ist weltweit eines der wenigen Museen, dessen Sammlungen weit über 25 Millionen Objekte zählen. Die Ausstellungen präsentieren einmalige Schätze wie das außergewöhnlich gut erhaltene Fossil des Urvogels Archaeopteryx, das höchste aufgestellte Saurierskelett von Brachiosaurus brancai, das größte bislang gefundene Stück Bernstein sowie Meteorite vom Planeten Mars. Das Skelett vom Brachiosaurus brancai (Oberer Jura) ist das größte aufgestellte Saurierskelett in einem Museum der Welt. Höhe=11,72 Meter und Länge=22,25 Meter. Mit seinen Sammlungen und Ausstellungen zählt das Museum für Naturkunde zu den bedeutendsten derartigen Institutionen der Welt.

12. Jüdisches Museum
Das Museum präsentiert eine Dauerausstellung, die den Besuchern eine Entdeckungsreise durch die deutsch-jüdische Geschichte und Kultur von den frühesten Zeugnissen über das Mittelalter bis in die Gegenwart bieten wird. Themen wie der Beitrag der Juden zur deutschen Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft werden ebenso dargestellt wie das Alltagsleben der normalen jüdischen Bürger, die Geschichte der Verfolgung, und das Vakuum, das sie hinterlassen hat, das Überleben und der Neubeginn jüdischen Lebens in diesem Land. Architektur : Der zinkverkleidete Libeskind-Bau ist ein ungewöhnliches Bauwerk, das neue Maßstäbe setzt, denn die Beziehung zwischen Museumsinhalt und Architektur ist hier einmalig. Die Architektur, reich in ihrer Symbolkraft, macht deutsch-jüdische Geschichte erlebbar und spricht die Sinne und Gefühle der Menschen an.